Bunt- und Rotationsbrachen

Bunt- und Rotationsbrachen

Brachen sind mit Wildblumen eingesäte Biodiversitätsförderflächen im Ackerland. Buntbrachen bleiben mehrere Jahre bestehen, Rotationsbrachen werden nach kürzerer Standdauer wieder in die Fruchtfolge integriert.

Bunt- und Rotationsbrachen


Brachen sind mit Wildblumen eingesäte Biodiversitätsförderflächen im Ackerland. Buntbrachen bleiben mehrere Jahre bestehen, Rotationsbrachen werden nach kürzerer Standdauer wieder in die Fruchtfolge integriert.

Aufwand

3 von 4

Mehrwert für den Betrieb

  • Fördern bestäubende Insekten und die natürliche Schädlingsregulierung.
  • Werten das Landschaftsbild sichtbar auf und sensibilisieren die Bevölkerung für die Biodiversitätsförderung in der Landwirtschaft.
  • Tragen zum Erosionsschutz bei.
  • Sichern Direktzahlungen und Beiträge für Biodiversitätsleistungen.

Umsetzung

  • Buntbrachen mindestens zwei und höchstens acht Jahre am gleichen Standort stehen lassen.
  • Rotationsbrachen für ein bis drei Jahre anlegen, Aussaat zwischen 1. September und 30. April.
  • Keine Düngung und Pflanzenschutzmittel (Nesterbehandlung auf einigen m² ist erlaubt).
  • Brachen regelmässig auf Problempflanzen und invasive Neophyten kontrollieren.
  • Bei grösserem Neophytenaufkommen lohnt sich eine Anfrage bei deinem lokalen Naturschutzverein, da viele bei der Bekämpfung unterstützen oder dafür Freiwilligeneinsätze organisieren.

Diese Massnahme fördert

Goldammer
GoldammerBesonders wertvoll sind Brachen in der Nähe von Hecken, Gebüschen und Säumen.
Schwarzkehlchen
SchwarzkehlchenStrukturreiche Brachen bieten optimale Brutmöglichkeiten, Nahrung (Insekten), Deckung und erhöhte Sitzwarten zur Jagd.
Stieglitz
StieglitzSamenreiche Wildpflanzen und überständige Bestände sind im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle.

Wer sonst noch profitiert

Feldhasen

Feldhasen

Hummeln

Hummeln

Schmetterlinge

Schmetterlinge

Heuschrecken

Heuschrecken

Zauneidechsen

Zauneidechsen

Wiesel

Wiesel

Praxistipp

Praxistipp

  • Kleinstrukturen anlegen, um Brachen weiter aufzuwerten.
  • Zur Förderung des Insektenreichtums abschnittsweise und ohne Mähaufbereiter mähen.
  • Möglichst nicht mulchen, da viele Insekten und Kleintiere den Vorgang nicht überleben.

Projektpartner

Schweizer Bauernverband
Vogelwarte
Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID

Sponsoren

Stiftung für eine nachhaltige Ernährung durch die Schweizer Landwirtschaft
Coop Fonds für Nachhaltigkeit
UFA-Samen

Adresse

Schweizer Bauernverband
Laurstrasse 10
5201 Brugg

info@sbv-usp.ch
+41 (0)56 462 51 11

Sprache auswählen

Sprache auswählen